Noch nie war die Vielfalt an Bodenbelägen so groß wie heute.

Es gibt für jeden Geschmack und Geldbeutel das passende Design und für alle individuellen Anforderungen das geeignete Material. Kein Wunder, dass Bauherren bei der riesigen Menge an Möglichkeiten schon mal den Überblick verlieren können. Damit die Auswahl der Bodenbeläge nicht zur Qual der Wahl wird, haben wir für Sie ein paar wesentliche Fakten zusammengestellt. Besonderes Augenmerk haben wir dabei auf das optimale Zusammenwirken von Belag und Fußbodenheizung gelegt, denn standardmäßig sind alle Haustypen von VODIES mit einer leistungsfähigen Warmwasser-Fußbodenheizung versehen, deren Heizungsrohre unter dem Estrich verlaufen (siehe Foto). Die gute Botschaft vorweg: Grundsätzlich kann jeder Bodenbelag mit einer Fußbodenheizung kombiniert werden.

Fliesen, Stein und polierter Estrich

Diese Materialien sind für eine Fußbodenheizung besonders gut geeignet. Denn Fliesen aus Stein, Keramik oder Schiefer zeichnen sich durch hervorragende Wärmeleitfähigkeit aus. Unter solchen Belägen darf die Fußbodenheizung auf bis zu 30 Grad erhitzt werden. Dabei spielt die Stärke des Materials nur eine untergeordnete Rolle. Dennoch empfiehlt es sich eine Dicke von zwei Zentimetern bei Fliesen nicht zu überschreiten, um die Aufheizphase nicht unnötig zu verlängern. Gerade für das Badezimmer  – das in der Regel schnell warm werden soll – sind Fliesen aus Stein und Keramik folglich die erste Wahl. Neben ihrer hohen Wärmeleitfähigkeit speichern sie die Wärme zudem besonders gut und tragen dadurch zu einer gleichmäßigen Verteilung der Wärme im ganzen Raum bei. Außerdem sind die meisten Fliesen robust und pflegeleicht. Auch deshalb bieten sie sich als Belag für Sanitärräume, Küchen, Flure und Wintergärten vorrangig an.

Laminat

Zur großen Popularität dieses synthetischen Bodenbelags haben vor allem sein günstiger Preis und die Tatsache, dass er leicht zu verlegen ist, beigetragen. Darüber hinaus kann man zwischen unendlich vielen Designvarianten wählen. Manche Holztöne sind auf den ersten Blick kaum von echtem Holz zu unterscheiden. Wird der widerstandsfähige Belag über einer Fußbodenheizung verlegt, gilt es jedoch einige wichtige Aspekte zu berücksichtigen. Zunächst einmal muss das gewählte Laminat natürlich wärmebeständig sein. Und auch die unter dem Laminat zu verlegende Trittschalldämmung muss auf die Fußbodenheizung abgestimmt sein. Hier empfiehlt es sich, zwischen Estrich und Laminat spezielle Dämmplatten zu verlegen. Ungeeignet als Trittschalldämmung in Kombination mit einer Fußbodenheizung sind beispielsweise Kork oder Styropor. Generell sollte die Oberflächentemperatur für Laminatböden nicht mehr als 28 Grad betragen.

Ob ein Bodenbelag nach DIN 4725 und DIN 44576 für eine Fußbodenheizung geeignet ist, erkennen Sie übrigens am Piktogramm auf der Hersteller-Verpackung: Drei nach oben gerichtete Pfeile über einer Heizschlange verdeutlichen diese Eigenschaft.

Holz, Dielen und Paket 

Holz ist ein Naturprodukt und reagiert daher sehr viel sensibler auf Umwelteinflüsse wie Luftfeuchtigkeit und Temperatur als ein künstlich erzeugtes Material. Wer seine Räume mit einem Holzbelag versehen will, sollte vorher unbedingt Expertenrat einholen, denn nicht jede Holzvariante eignet sich gleich gut für eine Fußbodenheizung. Hier kommt es ganz entscheidend auf die thermischen Eigenschaften des jeweiligen Produkts an. Je höher die Dichte des Holzes ist, desto besser ist auch die Wärmeleitfähigkeit. So leitet Hartholz die Wärme um etwa 30 Prozent besser als weiches Holz. Besonders gut geeignet in Kombination mit einer Fußbodenheizung sind mehrschichtig aufgebaute Holzbeläge, wie etwa Fertigparkett. Die Vorlauftemperatur der Warmwasser-Fußbodenheizung sollte bei Holzbelägen generell nicht mehr als 55 Grad betragen und die Oberflächentemperatur sollte idealerweise zwischen 26 und 27 Grad Celsius liegen. Zu bedenken ist auch, dass die dämmende Wirkung von Holz relativ hoch ist. Dadurch dauert das Aufheizen länger als bei anderen Belägen. Andererseits hält Holz die Wärme auch länger.

Designböden aus Venyl

Wenn von Designböden die Rede ist, handelt es sich um Beläge aus Venyl bzw. Polyvinylchlorid (PVC). Ähnlich wie Laminat gibt es diesen Kunststoff in nahezu unerschöpflichen Designvarianten – nicht zuletzt in unzähligen Holztönen. Aufgrund seines Variantenreichtums sowie der relativ günstigen Preise ist dieser pflegeleichte und sehr strapazierfähige Bodenbelag in jüngster Zeit zum Liebling der meisten Bauherren geworden. Mit einer Warmwasser-Fußbodenheizung ist Venyl bestens kombinierbar. Anders als beispielsweise Holz erwärmen sich moderne Designböden schnell, geben ihre Wärme aber auch schnell wieder ab. Auch bei Venyl sollte die Oberflächentemperatur 27 Grad Celsius nicht überschreiten. Wer einen Designboden wählt, sollte sich unbedingt für ein Klebe-Venyl entscheiden, denn diese Variante ist die beste Lösung für die von VODIES eingebaute Warmwasser-Fußbodenheizung. Die vollflächige Verklebung des Venyls mit dem Untergrund sorgt für eine optimale Heizleistung. Übrigens ist in diesem Fall keine spezielle Trittschalldämmung erforderlich, da der Kleber diese Funktion bereits erfüllt. Ein weiterer großer Vorteil von Venyl ist nicht zuletzt seine hohe Resistenz gegen Nässe und Feuchtigkeit. Somit ist Venyl auch in Küche und Badezimmer eine echte Alternative zu Fliesen aus Stein oder Keramik.

Teppichboden

Immer schön auf dem Teppich bleiben – das wünschen sich viele Bauherren, wenn es um die Ausstattung von Schlafzimmer oder Kinderzimmer geht. Kein Wunder, denn ein kuscheliger Teppichboden fühlt sich besonders gut an, wenn man ihn barfuß betritt. Doch wer den flauschigen Belag in Verbindung mit einer Fußbodenheizung einsetzt, sollte sehr genau darauf achten, dass der Teppichboden inklusive Unterschicht nicht isolierend wirkt, sprich: die Wärme der Fußbodenheizung blockiert. Eine Orientierung liefert hier der sogenannte TOG-Wert, der den Wärmewiderstand (Isolation) eines Materials definiert. Bei einem für eine Fußbodenheizung geeigneten Teppichboden darf der TOG-Wert nicht höher als 2,5 sein. Gleiches gilt übrigens auch für Laminatböden.

Fazit: Bodenbeläge, die zusammen mit einer modernen Warmwasser-Fußbodenheizung zum Einsatz kommen, sollten vollflächig verklebt werden, eine gute Wärmeleitfähigkeit und einen geringen Wärmedurchlasswiderstand aufweisen. Diese Faktoren hängen vor allem vom Material und der Stärke/Dicke des Bodenbelags ab.

Kompetente Beratung: Wenn Sie sich über das Thema Bodenbeläge ausführlich informieren möchten, sind Sie beim Rendsburger VODIES-Partner, dem Bauzentrum ZERSSEN (Friedrichstädter Straße 87-95) sowie dem Fachhandel HOLZ SCHORISCH aus Wesseln (Waldstraße 6, 25746 Wesseln), bestens aufgehoben. Die Experten helfen Ihnen gerne bei der Auswahl des richtigen Bodenbelags. Einen Einblick ins umfangreiche Angebot erhalten Sie hier: Bauzentrum-Zerssen; Holz-Schorisch

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