Die Rollläden fahren runter, die Außenbeleuchtung geht an, die Heizung im Wohnzimmer stellt sich auf wohlige 19,5 Grad Celsius ein, in der Küche fängt die Kaffeemaschine an zu blubbern, das Licht im Schlafzimmer schaltet in den Schlummermodus und die Trommel der Waschmaschine beginnt sich zu drehen, damit die Buntwäsche in gut einer Stunde an die Leine kann. Keiner hat dafür einen Schalter gedrückt, alles vollzieht sich wie von Geisterhand, denn dieses Haus denkt mit, weiß, was es wann wie erledigen soll, damit seine Besitzer es möglichst bequem haben.

Smart Home heißt das Zauberwort. Auf Deutsch bedeutet es so viel wie intelligentes Haus. Und dieser Trend wird im Internet-Zeitalter immer populärer, gerade wenn es um Neubauten und die Planung und Ausstattung des zukünftigen Eigenheims geht. Damit hält Technologie, die in der Wirtschaft und Industrie bereits erprobt und etabliert ist, auch in den privaten Wänden Einzug. Doch was genau zeichnet ein Smart Home aus? Wie funktioniert diese Technik und was kostet sie? Die gute Nachricht vorweg: Alle VODIES-Häuser können schon in der Planung Smart-Home-fähig gemacht werden. Die für den Betrieb als Smart Home erforderlichen technischen Komponenten gehören natürlich zur Sonderausstattung.

Damit ein normales Haus zum Smart Home wird, benötigt es zunächst einmal ein leistungsfähiges Netzwerk. Das kann kabelgebunden oder per spezieller Funkverbindung bzw. WLAN erfolgen. Beide Varianten haben ihre Stärken. Ein auf Verkabelung beruhendes Netzwerk – das sich ohnehin nur bei einem Neubau empfiehlt – ist in der Regel stabiler, denn Störungen, die bei Funknetzen zum Beispiel durch Netzüberschneidungen mit dem Nachbarn entstehen können gibt es nicht.

Auch ein sich etwa durch Innenwände abschwächendes Funksignal gibt es im Kabelnetz nicht. Die Datenübertragung per Kabel ist in allen Räumen stets gleich gut. Ein auf Ethernetkabel und einem BUS-System basierendes Netzwerk schlägt allerdings auch mit Installationskosten von 5.000 bis 10.000 Euro zu Buche.
Ein auf Funk-gestütztes Smart-Home-Netzwerk ist dagegen schon für weniger als 300 Euro zu haben. Und es lässt sich sehr einfach auch selbst installieren und einrichten. Für Bestandsimmobilien ist dies somit genau die richtige Lösung.
Ob per Kabel oder drahtlos – das Grundprinzip ist gleich. Herzstück der Smart-Home-Technologie ist immer die so genannte Zentrale oder Basisstation. In dieser Schnittstelle laufen gewissermaßen die Fäden zusammen. Zum einen nehmen Sensoren Signale, die zum Beispiel durch Bewegung, ein offenes Fenster oder die einsetzende Dunkelheit ausgelöste werden, auf und leiten diese an die Zentrale weiter; und zum anderen gibt die Zentrale ihrerseits Signale an die sogenannten Aktoren weiter, die dann Lampen, Funksteckdosen oder Haushaltsgeräte in Betrieb setzen. Die Aktoren lassen sich aber auch per App mittels Smartphone oder per Sprachsteuerung, etwa über Sprachassistenten wie Alexa von Amazon steuern. Alexa kann übrigens auch selbst als Zentrale konfiguriert werden.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Smart-Home-Systemen: geschlossene und offene. Geschlossene Systeme verwenden ausschließlich Geräte eines einzigen Herstellers, während sich in offene Systeme auch Geräte anderer Hersteller einbinden lassen. Und: Einige Anbieter lassen zumindest ausgewählte Geräte anderer Hersteller in ihrem Netzwerk zu.

In jedem Fall benötigt man eine geeignete App, um sein Smart Home zu steuern. Solche Programme gibt es von allen großen Smart-Home-Playern: Etwa „Magenta Smart Home“ von der Telekom, „Google Home“ von Google, „Smart Home“ von Samsung oder „Bosch Smart Home“ von Bosch. Zudem müssen die eingebundenen Geräte Netzwerk-fähig sein oder gemacht werden. Das geschieht beispielsweise durch spezielle Thermostaten an Heizkörpern oder für die Fußbodenheizung, durch Tür- bzw. Fenstersensoren oder – relativ simpel – durch Plug-In- Steckdosen, die in normale Steckdosen gestöpselt werden und per Smartphone, durch die Zentrale oder via Sprachsteuerung eingeschaltet werden können. Die mit der Netzwerksteckdose verbundenen Geräte – ob Kaffeemaschine oder TV – werden dann auf diese Weise in Betrieb genommen.

Ein drahtloses Netzwerk kann über ganz normales WLAN betrieben werden. Zum Beispiel wenn die ohnehin als Router verwendete Fritz-Box als Smart-Home-Zentrale zum Einsatz kommt und über diese entsprechende Heizungs-Thermostaten und WLAN-Steckdosen aktiviert werden sollen. Viele Hersteller setzen aber auch auf eigene Funkstandards, die speziell für das sogenannte Internet der Dinge entwickelt wurden und daher für den Bereich Smart Home besser geeignet sind als der von allen genutzte und stark befahrene Daten-Highway im World Wide Web.
Besonders verdient gemacht hat sich die Smart-Home-Technologie im Hinblick auf die Sicherheit. So lassen sich Videokameras, Türschlüssel und Bewegungsmelder per Smartphone steuern und kontrollieren, und auch das Zersplittern von Scheiben im Falle eines Einbruchs wird
sekundenschnell an den Hausbesitzer oder direkt an die Polizei übertragen. All diese Funktionen dienen dem Schutz des Eigenheims.
Vor Datenklau geschützt werden muss aber auch das Smart-Home-Netzwerk in den eigenen vier Wänden. Deshalb sollten Bauherren unbedingt darauf achten, dass alle Daten verschlüsselt übertragen und auch verschlüsselt auf den Servern des jeweiligen Herstellers gespeichert werden. Dies gilt übrigens nicht nur für drahtlose Funk-Netzwerke, sondern auch für kabelgebundene Systeme, denn auch diese lassen sich durch Hacker anzapfen. Schon deshalb, weil manche Kabelverbindung nach draußen führt.

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