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Ein ganz heißes Thema: Die passende Heizung

15. Mai 2019

© Copyright by Kermi GmbH, Pankofen-Bahnhof 1, 94447 Plattingen, Deutschland

Hauptsache warm!


Dieser Grundsatz gilt schon lange nicht mehr, wenn es um die Wahl der richtigen Heizung für das neue Eigenheim geht. Denn neben Heizleistung, Effizienz, Kosten und Platzbedarf spielen in zunehmendem Maße auch Umweltaspekte eine entscheidende Rolle. Jedes der zahlreichen Systeme hat seine Vor- und Nachteile – konventionelle mit Holz oder fossilen Energieträgern betriebene Anlagen ebenso wie auf erneuerbaren Energien fußende Heizungen wie etwa Wärmepumpen. Patentrezepte gibt es nicht, aber stets eine optimale Lösung für Ihr individuelles Bauprojekt. Die Experten von VODIES Massivhaus helfen Ihnen gern dabei, die exakt auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Heizungsanlage auszuwählen.


Welche Heizung für welches Haus?


Für manchen Bauherrn mag es auch heute noch sinnvoll sein, auf eine moderne Ölheizung oder eine mit Pellets oder Scheitholz betriebene Holzheizung zu setzen. Etwa dann, wenn keine Erdgasversorgung möglich ist. Schließlich hat die bewährte Ölheizung einen hohen Wirkungsgrad und die Holzheizung darf für sich reklamieren, ihre Energie aus einem nachwachsenden Rohstoff zu beziehen. Beide Systeme benötigen jedoch relativ viel Platz im oder am Haus – entweder für den Öltank oder für das Pellet-Lager bzw. den Scheitholzvorrat. In jüngster Zeit haben sich jedoch in Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern sowie in kleineren Mehrfamilienhäusern vor allem Gasheizungen und Wärmepumpen durchgesetzt. Wir möchten uns deshalb an dieser Stelle auf den Vergleich dieser beiden populären Systeme konzentrieren.



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Gasheizung oder Wärmepumpe?


Wer eine Gasheizung installieren möchte, muss natürlich als erstes sicherstellen, dass die Versorgung mit Gas problemlos möglich ist. Das setzt im Idealfall eine Erdgasleitung und einen Erdgasanschluss direkt am Haus voraus oder – als zweitbeste Lösung – einen Gastank für Flüssiggas. Grundsätzlich sollte natürlich eine moderne Brennwertheizung zum Einsatz kommen. Sie gewinnt aus dem Abgas zusätzliche Wärme und erreicht somit einen sehr hohen Wirkungsgrad. Dieser liegt bei bis zu 98 Prozent. Mit anderen Worten: Nahezu die gesamte im Brennstoff enthaltenen Energie wird genutzt und steht zum Heizen und für die Warmwasseraufbereitung zur Verfügung. Dabei ist die Kombination von Gas-Brennwertheizung und Flächenheizung – wie die standardmäßig von VODIES verbaute Fußbodenheizung – am wirkungsvollsten, da das Zusammenspiel dieser beiden Systeme den Brennwerteffekt aufgrund der niedrigen Vorlauf- und Rücklauftemperaturen am besten nutzen kann. Bei der Gasheizung mit Brennwerttechnik handelt es sich aber nicht nur um ein seit Jahrzehnten erprobtes und bewährtes System, sondern auch um eine Heizungsanlage mit geringem Platzbedarf und günstigen Investitionskosten. Dagegen fallen die Nachteile, dass es sich bei Gas um einen fossilen und somit endlichen Energieträger handelt und dass die Gaspreise sich in Zukunft erheblich verteuern könnten, eher gering aus. Allerdings arbeitet auch eine moderne Gasheizung nicht vollkommen emissionsfrei. Sie lässt sich aber ausgezeichnet mit Solarthermie kombinieren. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel, denn mit einer ausreichend dimensionierten Solaranlage auf dem Dach kann das Eigenheim in den wärmeren Monaten des Jahres ausschließlich mit erneuerbarer – in diesem Fall sogar kostenloser – Energie versorgt werden.



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Wärmepumpen sind mittlerweile eine kluge Alternative zu Gasheizungen. Sie beziehen den Großteil ihre Energie kostenlos direkt aus der Umwelt: Entweder aus der Luft, der Erde oder dem Grundwasser. Nur ein Viertel der für eine Wärmepumpe benötigten Energie entfällt auf Strom. Stammt dieser aus erneuerbaren Energiequellen (z.B. Wind- oder Solarstrom) arbeitet die Wärmepumpe vollkommen emissionsfrei. Sie selbst erzeugt – anders als die Gasheizung – überhaupt kein CO2, da sie ihre Wärme ohne Verbrennung erzeugt. Wärmepumpen sind daher unabhängig von fossilen Energieträgern. Nur wenn sich der Strompreis erhöht, steigen die laufenden Energiekosten einer Wärmepumpe. Da Strom nur einen sehr geringen Anteil ausmacht, hält sich die Belastung durch höhere Stromkosten allerdings in Grenzen.


Grundsätzlich basiert das Prinzip jeder Wärmepumpe darauf, die thermische Energie der Umwelt „anzuzapfen“. Bei der Sole-Wasser-Wärmepumpe wird dafür mit Frostschutzmittel versetztes Wasser, die Sole, durch Rohre ins Erdreich gepumpt. Die Flüssigkeit nimmt Erdwärme auf und befördert sie zur Wärmepumpe. Dagegen bezieht die Wasser-Wasser-Wärmepumpe ihre thermische Energie über spezielle Brunnen aus dem Grundwasser. Beide Varianten zeichnen sich durch hohe Effizienz aus. Sie erfordern allerdings Bohrungen auf dem Grundstück, die oft aufwändig und nicht überall möglich und erlaubt sind.



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Wesentlich einfacher und kostengünstiger lässt sich die populärste Variante dieses Heizungstyps, die Luft-Wärmepumpe, realisieren. Salopp gesagt handelt es sich in diesem Fall nur um ein Gerät, das die Außenluft ansaugt, ihr die Energie entzieht und die „verbrauchte“ Luft danach wieder nach außen bläst. Gemeinsam ist allen Wärmepumpen, dass sie sich besonders gut mit einer Fußbodenheizung kombinieren lässt. Nicht zuletzt deshalb gehört diese Heizung neben der Gas-Brennwertheizung zu den Favoriten der VODIES-Bauherren. Die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe sind zwar höher als die einer Gas-Heizung. Es besteht aber grundsätzlich die Möglichkeit, die höheren Kosten durch die Finanzierung mit staatlichen Fördermitteln weitgehend auszugleichen.

 
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