Ein Pool im eigenen Garten verändert die Nutzung des Gartens im Sommer erheblich. Wer sich diesen Traum erfüllen möchte, steht oft schnell vor der Frage, welche Bauart zu Grundstück, Geldbeutel und persönlichem Pflegeaufwand passt. Neben den einfachen Aufstellbecken gibt es auch dauerhaft installierte Bauarten, die sich in Aufbau, Haltbarkeit und Technik unterscheiden.

Aufblasbecken, einfache Aufstellbecken
Die niedrigsten Einstiegshürden bieten aufblasbare oder steckbare Kunststoffbecken. Diese werden in der Regel saisonal aufgebaut und nach der Badesaison wieder abgebaut. Die Unterlage sollte möglichst gerade, ohne spitze Steine und ausreichend tragfähig sein, meist genügt eine verdichtete Sandschicht oder Schutzplane.
Solche Becken haben beim Volumen Einschränkungen und sind eher zum Abkühlen als Schwimmen geeignet. Die Materialstärke ist deutlich unter der von dauerhaft installierten Systemen, so dass sie anfälliger für mechanische Beschädigung sind. Ihre Vorteile sind der geringe Installationsaufwand, Nachteile sind die kürzere Lebensdauer und der geringere Gestaltungsspielraum im Garten.
Stahlwandbecken als Kompromiss
Zwischen den einfachen Aufstellbecken und den gemauerten Pools stehen die Stahlwandkonstruktionen. Der im Handel übliche Stahlwandpool besteht aus einer verzinkten oder beschichteten Stahlwand, Bodenschienen, Handlauf und innenliegender Folie. Die Wand wird zu einem Ring oder Oval geschlossen, die Folie wird eingehängt oder angeschweißt, die Konstruktion stabilisiert sich durch die Wasserfüllung. Je nach Modell kann das Becken freistehend betrieben oder teilweise bzw. vollständig eingegraben werden.
Wichtig ist für alle Becken ein geeigneter Unterbau. Für eingegrabene oder große freistehende Becken wird meist eine Betonbodenplatte empfohlen, um eine ebene, tragfähige Fläche mit definierter Frostsicherheit zu schaffen. Ovalbecken erfordern zusätzlich seitliche Stützmauern oder Stützkörper, um den Erddruck aufzunehmen. Bei Einbau in den Boden kommen Erdarbeiten, Hinterfüllung und oft eine Drainage dazu.
Stahlwandpools erreichen je nach Ausführung mehrere Meter Durchmesser und Beckentiefen um 1,20 bis 1,50 Meter. Damit ist auch ein eingeschränktes Schwimmen und Tauchen möglich. Die Lebensdauer hängt sehr stark vom Korrosionsschutz, der Pflege der Wasserchemie und der mechanischen Belastung ab. Vorteil dieser Systembecken ist der verhältnismäßig geringe Bauaufwand und die damit verbundene größere Stabilität gegenüber den einfachen Aufstellbecken.
Massive Becken: Gemauert oder betoniert
Am oberen Ende der Skala stehen gemauerte oder betonierte Becken mit innen liegender Folie, Fliesen- oder Beschichtungsaufbau. Hier wird die Beckenform durch Bauteile aus Ortbeton, Beton-Fertigteilen oder Schalsteinen erreicht.
Die Planung solcher Bauwerke erfordert nicht nur Statik und Erdarbeiten, sondern auch Abdichtung, Wärmeschutz, Einbauteile wie Skimmer, Einströmdüsen, Bodenablauf, Filtertechnik und gegebenenfalls Heizung. Der Aufwand ist erheblich größer, sowohl bei Bau und Genehmigung, je nach Landesrecht und Beckengröße, als auch bei Investitionskosten, die sich sicher über den Stahlwand- oder Aufstellbecken bewegen, aber auch Gestaltungsspielraum und Lebensdauer größer sind.
Technik, Betrieb und Umwelt
Jedenfalls benötigen alle Becken, egal in welcher Bauart, eine geeignete Wasseraufbereitung. Herzstück ist die Filteranlage, die meistens aus Pumpe und Sand- oder Kartuschenfilter besteht. Die Umwälzleistung muss so gewählt werden, dass das Beckenvolumen mehrmals täglich durch den Filter läuft. Daneben kommen verschiedene Desinfektionsmethoden wie Chlor, Aktivsauerstoff oder Salz-Elektrolyse zum Einsatz.
Der richtige Umgang mit Wasser und Chemikalien muss auch bei der eigenen Anlage selbstverständlich werden. Ein Pool fasst schnell einmal 10, 20, 30 Kubikmeter Wasser oder auch mehr. Dieses dann jedesmal wieder völlig abzulassen und neu zu füllen, bloß weil es mal trüb ist, kann nicht die Lösung sein. Besser ist es, die Wasserqualität durch ständige Messungen und gezielte Dosierung in einem stabilen Bereich zu halten und Wasserwechsel nach Vorschrift durchzuführen.
